Beschreibung

WOLFGANG ADAM TÖPFFER
(Genève 1766 – 1847 Morillon)

Studie zu einer Personengruppe, vorne links junges Mädchen mit Haube.
Bleistift . 20,2:25,2 cm.
Ref.: Boissonnas, Wolfgang-Adam Töpffer, Lausanne 1996, S. 208.
Neben Jean-Etienne Liotard und Johann Heinrich Füssli darf Wolfgang-Adam Töpffer heute wohl in der Schweizer Kunstgeschichte als einer der wichtigsten Künstler seiner Epoche in der Westschweiz eingestuft werden. Der Künstler war vor allem in Genf und in seiner Umgebung Savoyen und Waadt, wie auch in Paris tätig, u. a. 1803/04 und 1807 als Zeichenlehrer von Kaiserin Joséphine. Er erhielt die Goldmedaille anlässlich der Ausstellung im Louvre 1812. Die Vielseitigkeit seines Schaffens liegt sowohl in der Varietät der eingesetzten Techniken als auch in der thematischen Vielfältigkeit. Einer der innovativsten Aspekte von Töpffers Malerei sind die Pleinair-Landschaften, durch die er als Vorläufer eines Landschaftsgenres gelten kann, welches später den Ruhm von Corot und der Schule von Barbizon begründen sollte. Seine Karikaturen haben Töpffer seinerzeit den Beinamen «Hogarth de Genève» eingebracht. [351010].