Beschreibung

JOHANN CASPAR HUBER
(Glattfelden 1752 – 1827 Zürich)

Stürmische Küstenlandschaft mit stark im Wind liegendem Segelboot. Rückseitig mit brauner Tinte Monogr. „JCHf. N196“.
Kreide und Pinsel, weiss gehöht auf dunkelgrauem Papier mit Glomy. 21,1:29 cm.
Vergleichsliteratur: Katalog: Facetten der Romanik. Aquarelle und Zeichnungen aus der Stiftung für Kunstdes 19. Jahrhunderts. Olten, Kunstmuseum, 1999, Nr. 21 –23.
K. E. Hasse (1810 – 1902); vererbt an seinen Schwiegersohn Prof. E. Ehlers und dessen Frau, Göthingen. (Lugt 860).
Anfangs war Huber Schüler von Heinrich Wüest in Zürich. 1773 hielt er sich in Basel, 1774 in Strassburg auf und war anschliessend bis 1778 für J. A. B. Nothnagels Tapetenfabrik in Frankfurt a. Main tätig. Um sich künstlerisch weiterzubilden, besuchte er 1778 die Akademie in Düsseldorf und 1783/84 die in Amsterdam. Danach lebte er bis 1789 in Düsseldorf. Nach seiner Übersiedelung nach Zürich war er ein geschätzter Landschaftsmaler und bemalte für diverse Zürcher Häuser Leinwandtapeten. In seiner Düsseldorfer Zeit lernte er seine Landschaften weniger als Veduten bestimmter Örtlichkeiten, sondern vielmehr als stimmungsvolles Zusammenspiel einzelner Bildelemente aufzubauen. Er war Spezialist für vorromantische Küstenszenen, niederlandisierende Landschaften, Ruinen und Wasserfälle. [40161].